Zur Beleuchtung des Radwegs an der Baumhofstraße

Die Beleuchtung des Radwegs an der Baumhofstraße durch den dort stehenden Wald ist von den Grünen in Pelkum kontrovers diskutiert worden und hat in der Pelkumer Fraktion für Unstimmigkeit gesorgt. Während Bezirksvertreter Christian Jürgenliemke kommentarlos zugestimmt hat, hat Bezirksvertreter Ulrich Schölermann das Vorhaben deutlich abgelehnt.

Auf dem Radweg, der entlang eines Naturschutzgebietes und eines Landschaftsschutzgebietes verläuft und seit Jahrzehnten existiert, ist es bisher weder zu Unfällen noch zu Überfällen gekommen. Das Gebiet ist ökologisch wertvoll, jede Beleuchtung muss als Lichtverschmutzung angesehen werden. Die Beleuchtung irritiert Amphibien, Reptilien, Insekten, heimische und sogar ziehende Vögel, die in ihrem Tags- und Nachtrhythmus durcheinander gebracht werden.

Die Asphaltierung der bisher noch teilweise unbefestigten Baumhofstraße kommt als weitere störende Entwicklung hinzu, die den Schutz der dort lebenden Bodenlebewesen zwischen den Schutzgebieten zuwiderläuft.

„Dieser Radweg hätte auf immer und ewig im unbeleuchteten Zustand bleiben können, denn die Lichtanlagen an den Fahrrädern heutiger Zeit sind so ausreichend hell, dass eine zusätzliche Beleuchtung überflüssig und viel zu teuer ist“, so Ulrich Schölermann. Zudem gibt es parallel verlaufende Radwege an beleuchteten gut ausgebauten Straßen, die des nachts von denjenigen Radlern genutzt werden können, die sich nicht durch die Dunkelheit trauen.

Schölermann bedauerte: „Schade, dass wir von den Grünen in Pelkum dazu nicht mit einer Stimme sprechen konnten.“